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Mogelpackung

Shrinkflation: So werden im Supermarkt heimlich die Preise erhöht

  • Aktualisiert: 17.04.2024
  • 15:55 Uhr
  • Galileo
Die "Mogelpackung des Jahres 2023" - Tuc Bake Rolls. Der Inhalt schrumpfte von 250 auf 150 Gramm, bei einem Preisanstieg von 1,39 Euro auf 1,89 Euro. Gekürt wurde die "Mogelpackung des Jahres" durch die Verbraucherzentrale Hamburg.
Die "Mogelpackung des Jahres 2023" - Tuc Bake Rolls. Der Inhalt schrumpfte von 250 auf 150 Gramm, bei einem Preisanstieg von 1,39 Euro auf 1,89 Euro. Gekürt wurde die "Mogelpackung des Jahres" durch die Verbraucherzentrale Hamburg.© picture alliance / Snowfield Photography | Snowfield Photography

Die Preise für Lebensmittel steigen. Manchmal geschieht das gut versteckt, wenn zum Beispiel sich der Preis für ein Produkt nicht ändert, aber der Inhalt schrumpft. Das wird auch Shrinkflation genannt. Wie du sie erkennst und was du gegen solche Mogelpackungen machen kannst. 

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Das Wichtigste zum Thema Shrinkflation

  • Der Begriff "Shrinkflation" setzt sich aus "shrink" für "schrumpfen" und "Inflation" zusammen. In Deutschland deutlich geläufiger: Mogelpackung.

  • Die Preise in Deutschland sind seit 2022 deutlich gestiegen. Im März 2024 sanken die Preise für Nahrungsmittel im Vergleich zum Vorjahresmonat um 0,7 Prozent.

  • Dennoch wurden manche Lebensmittel teurer: Zucker, Marmelade, Honig und anderen Süßwaren um 8,4 Prozent, Obst um 4,2 Prozent. Brot und Getreide-Erzeugnissen wurden 3,0 Prozent teurer.

  • Ursachen für die Preissteigerungen: Lieferengpässe und die mit dem Krieg Russlands gegen die Ukraine stark erhöhten Energiekosten.

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So funktioniert Shrinkflation

Shrinkflation sind versteckte Preiserhöhungen. Wissenschaftlich ist bewiesen, dass Verbraucher:innen auf Preis-Erhöhungen sensibler reagieren als auf eine Reduzierung des Inhaltes. Daher versuchen manche Hersteller, sofort sichtbare Preis-Erhöhungen am Supermarkt-Regal zu vermeiden.

Der Trick bei der Shrinkflation: Die Verpackung und der Preis bleiben gleich. Lediglich die Menge des Inhalts ist leicht reduziert. Somit steigt der Preis pro ein Kilo - die Hersteller nehmen mehr Geld ein. Seit 2022 zeigt sich der negative Trend nicht nur bei klassischen Marken, sondern auch vermehrt bei Discounter- und Biomarken. Allerdings gab es auch schon in der Vergangenheit Mogelpackungen, bei denen sich das Preis-Leistungs-Verhältnis zuungunsten der Verbraucher:innen veränderte. Im ersten Halbjahr 2023 meldeten Verbraucherschützer einen deutlichen Anstieg an Verbraucher-Beschwerden über Shrinkflation. Die monierten Produkte wurden oft um 20 Prozent, vereinzelt sogar um über 50 Prozent teurer.

Im Video: Mogelpackungen beim Discounter

Mogelpackungen: Jetzt auch bei den Eigenmarken der Discounter!

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Mogelpackungen erkennen und melden

📲 Mogelpackungen kannst du bei Verbraucherzentralen und Eichämtern melden. Diese schauen sich den Fall an und veröffentlichen ihn dann auch auf ihren Internetseiten.

💻 So hat beispielsweise die Verbraucherzentrale Hamburg eine Liste mit Mogelpackungen ins Internet gestellt. Auch bei der Verbraucherzentrale NRW findet sich eine solche Liste.

⌨️ Zudem greift sich Stiftung Warentest nach Hinweisen von Verbraucher:innen einzelne Beispiele heraus.

Mogelpackungen: Was zulässig ist

  • Zwar ist es laut Mess- und Eichgesetz verboten, den Verbraucher:innen aufgrund einer überdimensionierten Verpackung einen falschen Eindruck zu vermitteln. Eine undurchsichtige Packung Müsli darf beispielsweise nicht zu 50 Prozent mit Luft gefüllt sein.
  • Allerdings ist im Gesetz nicht festgehalten, ab welchem Luft- oder Verpackungsverhältnis eine Täuschung der Verbraucher:innen vorliegt.
  • Eichämter und Verbraucherzentralen führen bei einem Verdacht eine Einzelfall-Prüfung durch. Verbraucher:innen können dabei unterstützen, indem sie auf verdächtige Produkte hinweisen.

Im Video: Was ist eine Inflation?

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So fällst du nicht auf Shrinkflation rein

⚖️ Seit Mai 2022 besteht für den Einzelhandel die Pflicht, den Grundpreis bei den Preisschildern am Regal anzugeben. Das hilft dir: Denn dieser Grundpreis berechnet den Preis eines Produktes pro Kilo oder Liter. Hier kannst du also am einfachsten rausfinden, ob ein Hersteller ein Produkt durch Reduzierung der Menge in der Packung verteuert hat.

🛍 Manche Unternehmen vergrößern die Verpackung ihrer Produkte - aber nicht den Inhalt. Gleichzeitig steigt der Preis.

🛒 Ebenfalls ein beliebter Trick: Ein Produkt wird "mit verbesserter Rezeptur" verkauft. Dabei kann bei gleichem Preis weniger Inhalt drin sein, oder bei gleichem Inhalt der Preis gestiegen sein. Inwieweit sich das Produkt wirklich verbessert hat, lässt sich objektiv oft schwer nachvollziehen.

🍫 Achte gerade bei Produkten, die eigentlich immer die gleiche Menge haben wie Schokoladentafeln, genau darauf, ob sich bei neuen Varianten auch wieder die gewohnte Menge Inhalt in der Packung befindet.

Häufige Fragen zu Shrinkflation und Mogelpackungen

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